Presseinformationen Februar 2011
Mobilität in der Landwirtschaft

Die Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. präsentieren sich auf der Retro Classics 2011 mit einer großen Sonderschau in Halle 8

Mit dem Umzug vom Stuttgarter Killesberg in die neuen Messehallen beim Flughafen hat Ulrich Herrmann, Initiator und Organisator der Retro Classics, die Tore auch für Traktoren geöffnet. Das war vor vier Jahren. Seither repräsentiert der gemeinnützige Verein Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. auf dieser internationalen Oldtimermesse die Szene der historischen Traktoren, Maschinen und Geräte aus der Landwirtschaft mit eindrucksvollen Sonderschauen. Thema in diesem Jahr ist die Mobilität in der Landwirtschaft.

Nie zuvor hat sich die Landwirtschaft in so kurzer Zeit so radikal verändert wie in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Viele Arbeiten wurden mechanisiert und die Arbeitstiere von einer Vielzahl verschiedener Traktoren abgelöst. Dieses spannende Thema ist Inhalt einer großen Sonderschau, mit der sich die Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg bei der Oldtimermesse Retro Classics in Stuttgart (10. bis 13. März 2011) präsentieren. Auf einem rund 1600 Quadratmeter großen Stand in Halle 8 zeigen Vereinsmitglieder, wie die Mechanisierung auf Hof und Feld die Arbeitsweise verändert und erleichtert hat.

Die Ausstellung ist so gegliedert, dass die Besucher die jahreszeitlich bedingten Arbeiten in der Landwirtschaft anhand der Exponate nachvollziehen können: Roden, Pflügen, Eggen, Walzen, Säen, Düngen, Ernten. Der Schwerpunkt liegt beim Thema Ernten, speziell bei der Heuernte, der Getreideernte, der Kartoffel- und Rübenernte. Die gezeigten Schlepper, Maschinen und Geräte lassen die ganze Vielfalt der Hersteller erkennen, die im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs der frühen 50er Jahre mit zum Teil recht pfiffigen Konstruktionen vor allem um die Gunst kleinbäuerlicher Betriebe warben.

Wie technisiert die Landwirtschaft in Deutschland in den 60er Jahren war, mögen folgende Zahlen belegen: Vergleicht man die Anzahl der eingesetzten Traktoren pro 1000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in den damaligen EWG-Mitgliedsländern miteinander, liegt die Bundesrepublik 1963 mit 68 Traktoren an der Spitze vor Holland mit 33. In Belgien und Luxemburg sind es 20, in Frankreich 26. In Italien sind 14 Traktoren auf 1000 Hektar verteilt. Verglichen mit den USA (12) oder gar der UdSSR (2), lässt sich der damalige Traktorenboom in Deutschland erst recht erklären. Allerdings endete er ebenso schnell in einem großen Firmensterben. Einigen dieser Veteranen, deren Produktionsstätten heute meist verschwunden sind, begegnet man auf dem Stand der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg in der Halle 8.

Dort gibt es auch einen großen Aktionsbereich mit Vorführungen, die man nur selten erleben kann. Unter anderem wird gezeigt, wie im Nu ein Mistwagen zum Heuwagen umgebaut werden kann und wie unsere Vorfahren hölzerne Wasserleitungen, so genannte Deichel oder Teuchel, hergestellt haben.

Zum Verein:
Der Verein "Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V." wurde im Jahr 1990 in Hochdorf bei Vaihingen/Enz zur Förderung von Kulturwerten und der Pflege landwirtschaftlichen Brauchtums gegründet. Das vorrangige Interesse gilt der historischen Landtechnik. Schwerpunkt ist die Erhaltung von Traktoren und motorisierten Erntegeräten. Mit derzeit nahezu 3000 Mitgliedern ist der Verein in den 20 Jahren seines Bestehens zu einem der größten Vereine für Oldtimer-Traktoren in Deutschland herangewachsen. Die Mitglieder sind im gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland beheimatet, sogar Schlepperfreunde aus Australien und Kanada gehören dazu.

Zum Vereinsprogramm gehören Stammtische und Treffen mit anderen Vereinen, Ausfahrten auf eigener Achse, ein mehrtägiger Jahresausflug sowie alle zwei Jahre – das nächste Mal im Sommer/Herbst 2012 – ein großes Bulldog- und Schleppertreffen mit rund 10.000 Besuchern und über 500 Fahrzeugen und Maschinen. Mehrmals im Jahr finden „Schrauberkurse" statt, bei denen technisch versierte Mitglieder Hilfestellung zum Reparieren historischer landwirtschaftlicher Fahrzeuge geben. Außerdem bietet der Verein kompetente technische Beratung durch spezielle Typenreferenten sowie besondere Aktivitäten für jugendliche Schlepperfreunde.

Der Beitrag für Einzelmitglieder beträgt € 35,- pro Jahr. Für Jugendliche bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres ist eine Jugendmitgliedschaft für € 25,- möglich. Die Familienmitgliedschaft beträgt € 45,- pro Jahr. Darin enthalten ist die kostenlose Zusendung der Vereinszeitschrift "Der Schlepperfreund" (4 Ausgaben pro Jahr) mit Insiderdetails zu Technik- und Firmengeschichten, Berichten über Restaurierungsarbeiten oder erlebnisreiche Schleppertreffen, allen Veranstaltungsterminen der Szene und einer Fülle von Kleinanzeigen.

Hinweis für die Redaktion:
Um ein Belegexemplar wird gebeten!

Pressekontakt:
Hubert Flaig
Telefon: (07 11) 2 56 20 77
Fax: (07 11) 2 56 20 78
Mobil: (01 72) 7 13 01 75
E-Mail: hflaig@flaigflaig.de

Irmgard Wehner
Telefon: (07 11) 74 28 23
Fax: (07 11) 7 45 16 50
E-Mail: wehner@busf.de

Vorstand:
Alfred Vogel
Telefon: (0 70 44) 3 11 05
Fax: (0 70 44) 90 47 53
Mobil: (01 77) 3 47 01 90
E-Mail: vogel@busf.de

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Technische Daten des Lanz-Bulldogs D 7506:

Hersteller: Heinrich Lanz AG, Mannheim
Typ: D 7506
Baujahr: 1940
Motor:
1-Zylinder-Zweitakt-Mitteldruck-Glühkopfmotor
Leistung: 25 PS bei 750 U/min
Hubraum: 4733 cm³
Leergewicht: 2250 kg
Getriebemit Stufenschaltung:
vorwärts: 2 x 3 Gänge, rückwärts: 2 x 1 Gänge
Treibstoff: Diesel bzw. Bio-Diesel
Tankinhalt: 50 Liter
Schmierung: Bosch-Öler
Eigentümer: Alfred Vogel, 1. Vorsitzender der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V.

Bei dem Lanz D 7506 handelt es sich um einen Ackerluft-Bulldog (luftbereifter Ackerbulldog) aus dem Baujahr 1940, den die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges im Osten als Versorgungsschlepper eingesetzt hatte. Nach Kriegsende war er etliche Jahre stillgelegt und wurde dann bis etwa 1966 im Raum Leipzig in der Landwirtschaft genutzt. Alfred Vogel hat den Bulldog bei einem Bauern in Rutesheim aufgespürt und gekauft und in den Jahren 1996/1997 restauriert. Geholfen haben ihm dabei die Lanz-Spezialisten Walter Enz aus Eberdingen und der inzwischen leider verstorbene Sepp Ruprecht. Seit 1998 hat der Lanz D 7506 die Straßenzulassung als "Historischen Fahrzeug".

Zur Geschichte der Lanz-Bulldogs:
Die Firma Heinrich Lanz Mannheim stellte 1921 auf der Landwirtschaftsausstellung in Leipzig den ersten Rohölschlepper der Welt vor, den Lanz-Bulldog HL 12 mit Einzylinder-Glühkopfmotor und 12 PS Leistung. Die sensationelle Entwicklung geht auf Dr.-Ing. Fritz Huber (1881 – 1942) zurück, der als "Vater des Bulldogs" in die Traktorengeschichte eingegangen ist. Glühkopfmotoren sind einfach im Aufbau und in der Bedienung, sie haben eine lange Lebensdauer und vertragen vielerlei Brennstoffe. Die Bezeichnung "Bulldog" erhielt der Schlepper, weil seine bullige und gedrungene Form an eine Bulldogge erinnert.

1923 stellt Huber mit der Bezeichnung HP einen Bulldog mit Allradantrieb und Knicklenkung vor, eine Maschine, die ihrer Zeit technisch um Jahrzehnte voraus war. Es folgt die Entwicklung des 8-PS-Mops HM und des Felddank mit stehend montiertem 2-Zylinder-Glühkopfmotor. Als geeignete Brennstoffe werden in den damaligen Prospekten genannt: "Braunkohlenteer-Gasöl, mineralisches Gasöl, vegetabile und animalische Öle, Petroleum". Der Bulldog-Motor war ein echter "Allesfresser".

Mit einer wagemutigen Leistungsfahrt beweist die Heinrich Lanz AG im November 1924 die Robustheit und Wirtschaftlichkeit ihrer Maschinen. Drei HL 12-Bulldogs (12 PS) und ein Felddank (38 PS) fahren Tag und Nacht ohne Unterbrechung von Mannheim nach Berlin. Nach etwa 400 Stunden und 1010 zurückgelegten Kilometern treffen die Fahrzeuge am 27. November in Berlin ein – ohne Panne Unfall oder Motorschaden. Mit seinem HL12 aus dem Produktionsjahr 1922 hat Walter Enz, der Ehrenvorsitzende der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. die Mannheim-Berlin-Fahrt im Juni 1994 wiederholt. Anlass war das 70-jährige Jubiläum dieses technischen Abenteuers. Auch er und seine vier Mitstreiter sind nach 22 Tagen wohlbehalten in Berlin angekommen.

Angesichts der 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise blieben die erhofften Verkaufserfolge aus – vom Felddank beispielsweise wurden nur 800 Stück gefertigt. Eine einfachere und preisgünstigere Bulldog-Variante war gefragt. So kommt ab 1926 mit der HR-Reihe ein Bulldog-Typ auf den Markt, der kostengünstiger produziert werden kann. 1939 umfasst das Bulldog-Programm sechs Grundtypen (15, 20, 25, 35, 45, 55 PS) in mehreren Ausführungen, wie z.B. Ackerbulldogs eisenbereift, Ackerbulldogs luftbereift, Verkehrs- und Eilbulldogs sowie eine Allzweckausführung.

Wegen der kriegsbedingten Brennstoffknappheit wird 1942 per Gesetz verordnet, dass Bulldogs nur noch mit Holzvergaserantrieb gebaut werden dürfen. Der Krieg trifft Lanz schwer, aber in den Trümmern geht es weiter und die Produktion wird mit den vorhandenen Mitteln schnell wieder aufgenommen. Es werden weiterhin Glühkopf- Bulldogs gebaut, doch ihr Ende zeichnet sich ab. Der Glühkopfmotor verbraucht zu viel Kraftstoff.

1955 bietet Lanz vier Bulldog-Typen (16 bis 28 PS) mit neu entwickelten, einzylindrigen, Zweitakt- Volldieselmotoren an. 1956 wird der 200.000ste Bulldog gebaut. Im gleichen Jahr erwirbt die amerikanische Firma John Deere die Aktienmehrheit an der Heinrich Lanz AG. Im darauf folgenden Jahr wird die letzte Lanz- Konstruktion, der D 4016 mit 40 PS vorgestellt. 1960, ein Jahr nachdem in Mannheim das 100-jährige Bestehen des Lanz-Werkes gefeiert wurde, ändert sich der Firmenname. Die "Heinrich Lanz AG Mannheim" firmiert um in "John Deere-Lanz AG". Die Bulldog-Produktion endet. Als dann 1967 der Firmenname in John Deere Werke Mannheim, Zweigniederlassung der Deere & Company" umbenannt wird, ist die Ära Heinrich Lanz Mannheim endgültig Geschichte.

Hinweis für die Redaktion:
Um ein Belegexemplar wird gebeten!

Pressekontakt:
Hubert Flaig
Telefon: (07 11) 2 56 20 77
Fax: (07 11) 2 56 20 78
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E-Mail: hflaig@flaigflaig.de

Irmgard Wehner
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Fax: (07 11) 7 45 16 50
E-Mail: wehner@busf.de

Vorstand:
Alfred Vogel
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Nicht nur für Insider:
"Der Schlepperfreund" - Zeitschrift für historische Landtechnik

"Möge diese Zeitung noch viel Spaß und Freude in die Oldtimer-Szene bringen, indem sie über die Aktivitäten unserer Freunde und Mitglieder berichtet." Dieses Anliegen hat Walter Enz, Gründungsmitglied und heutiger Ehrenvorsitzender des Vereins der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V., im Editorial der ersten Ausgabe der Zeitschrift "Der Schlepperfreund" im August 1990 zu Papier gebracht. Sein Wunsch hat sich erfüllt.

"Der Schlepperfreund" ist eine Zeitschrift für historische Landtechnik und wird herausgegeben vom Verein der Bulldog und Schlepperfreunde Württemberg e.V. Ihr Erscheinungsbild hat sich seit der ersten Ausgabe auffällig gewandelt, hin zu einem nach modernen Layout-Grundsätzen gestalteten und inhaltlich anspruchsvollem Printmedium in Farbe. Mehr denn je ist "Der Schlepperfreund" festes Bindeglied zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern. Alfred Vogel, 1. Vorsitzender der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg, legt Wert auf diese Feststellung: "Unsere Zeitschrift dient in erster Linie dazu, die Mitglieder und dem Verein nahe stehende Freunde über unsere vielfältigen Vereinsaktivitäten zu informieren. Dabei können wir mit anderen in der Szene angebotenen Zeitschriften absolut konkurrieren. Etliche unserer Leser kommen als Autoren immer wieder selbst zu Wort. Wir verdienen mit dem "Schlepperfreund" kein Geld, aber das ist auch nicht unser Ziel."

Die professionell gestaltete Zeitschrift hat DIN A 4-Format und einen Umfang von derzeit stattlichen 66 Seiten. Sie erscheint viermal im Jahr. Die Redaktionsarbeit koordiniert Alexander Oertle: Er versteht viel von Traktoren und hat auf diesem Gebiet einen Namen als Fachbuch-Autor.

Das gilt auch für Jürgen Hummel, der regelmäßig am "Schlepperfreund "mitarbeitet und seit Bestehen des Vereins das Amt des Schriftführers innehat. Mitglieder erhalten die Vereinszeitschrift kostenlos, für andere Interessenten beträgt der Abonnements-Preis 30 Euro im Jahr inklusive Versandkosten.

Das Konzept ist klar: Die Vereinsmitglieder müssen sich wiederfinden. Das tun sie auch, denn das Spektrum der Berichterstattung ist breit: Bulldog- und Schleppertreffen, Beteiligung an Messen und Ausstellungen, Auftritte mit historischen Landfahrzeugen bei Nachbarvereinen und bei öffentlichen Anlässen. Von erlebnisreichen Ausfahrten wird berichtet oder über Weiterbildung und Jugendförderung und die Zusammenarbeit mit Museen. Hohen Stellenwert haben Tipps und praxisnahe Hinweise zum Restaurieren und Instandsetzen der Oldies und natürlich Informationen zu komplizierten technischen Themen, wie etwa das Suchen und Einstellen des Förderbeginns bei Einspritzpumpen. Veranstaltungstermine und private Kleinanzeigen haben ebenso ihren Platz wie das Angebot des Vereins-Shops oder Buchbesprechungen. Mit einem Wort: "Der Schlepperfreund" ist die Zeitschrift für historische Landtechnik schlechthin und nicht nur für Insider lesenswert.

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Ein innovativer Verein:
Die Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e. V.

Haben Sie Interesse an Traktoren und historischer Landtechnik? Dann ist die richtige Adresse: Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V., abgekürzt BuSF. Der Verein ist Plattform für alle, die Spaß und Freude an und mit Oldtimer-Traktoren haben – ein anspruchsvolles Hobby, das technischen Sachverstand erfordert und viel Freizeit.

Gerade mal 20 Jahre alt, ist der Verein der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg ein vergleichsweise junger Verein. Aber mit derzeit rund 3000 Mitgliedern zählt er zu den größten Vereinen in Deutschland, die sich für die Erhaltung historischer Landtechnik und landwirtschaftlichen Brauchtums einsetzen. Gegründet wurde der Verein Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. im Februar 1990 in Hochdorf bei Vaihingen/Enz. Tragende Person und lange Jahre 1. Vorsitzender war der Landmaschinenmechanikermeister Walter Enz, ein Sammler der ersten Stunde. Heute ist er Ehrenvorsitzender des Vereins.

Die Vereinsmitglieder sind im gesamten Bundesgebiet im benachbarten Ausland zuhause, sogar Schlepperfreunde aus Australien und Kanada gehören dazu. So vielfältig wie ihre Länder- und Staatszugehörigkeit, so unterschiedlich sind auch die Berufe: Landwirt und Rechtsanwalt, Arzt und Handwerker, Kaufmann und Ingenieur – selbst ein Kloster ist als Mitglied eingetragen. Erklärtes Ziel der Bulldog- und Schlepperfreunde ist die Erhaltung historischer Landtechnik, wobei der Schwerpunkt auf der Erhaltung von Traktoren und motorisierten Arbeits- und Erntegeräten liegt. Dazu gibt der Verein, der im Vereinsregister Vaihingen/Enz als gemeinnützig eingetragen ist, viel Unterstützung.

Etwa 40 Typenreferenten helfen weiter, wenn es um Fragen und Probleme zur Technik bei den historischen Traktoren geht. Sie kennen die Geschichte der Herstellerfirmen, leisten kompetente Beratung bei Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten, geben Tipps und Hinweise zur Beschaffung von Ersatzteilen. Mehrmals im Jahr finden so genannte Schrauberkurse statt. Das sind spezielle Technikkurse, bei denen sich technisch versierte Mitglieder als Referenten zur Verfügung stellen und Themen behandeln, die beim Reparieren immer wieder Kopfzerbrechen bereiten. Auf dem Programm stehen zum Beispiel das Instandsetzen von Einspritzpumpen, Bremsen, Lichtmaschinen und Anlasser, Blechbearbeitung oder die mitunter recht problematische Kraftfahrzeug-Elektrik.

Kontakte sind wichtig für die Schlepperfreunde. Sie auszubauen und zu pflegen ist Programm. Beispiele dafür sind Stammtische und Treffen mit Gleichgesinnten, gemeinsame Ausflüge oder Ausfahrten "auf eigener Achse" und natürlich die Teilnahme an Bulldog- und Schleppertreffen im ganzen Land. "Dass wir die Veranstaltungen befreundeter Vereine und Institutionen besuchen, ist selbstverständlich" sagt Alfred Vogel, "außerdem suchen wir die Zusammenarbeit mit Museen und leisten einen Beitrag bei Heimat- und Stadtfesten wie zum Beispiel bei den Pferdemärkten in Leonberg und Bietigheim."

Die aktive Beteiligung an großen Oldtimer-Messen steht ebenfalls im Aufgabenkatalog der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg. Herausragendes Beispiel ist der große Auftritt bei der Retro Classics auf der Neuen Messe Stuttgart. Alfred Vogel: "Auf über 1600 Quadratmetern Hallenfläche waren wir mit einer Sonderschau zum Thema ‚Technik im Weinberg’ vertreten. Etwa ein Drittel der 100 gezeigten Fahrzeuge, Maschinen und Geräte befanden sich im Originalzustand, alle anderen Exponate waren vorbildlich restauriert. Und obwohl die meisten Fahrzeuge und Geräte 60 Jahre und älter sind, waren sie allesamt funktionstüchtig." Bei vielen anderen regionalen Oldtimer-Messen und -Märkten präsentiert sich der Verein mit einem attraktiven Infostand.

Die Jugendarbeit hat für den Vereinsvorstand einen ganz besonderen Stellenwert. "Wir müssen die Jugendlichen an die kulturelle Leistung unserer Vorfahren heranführen", sagt Vogel. "Die Fahrzeuge und Geräte, die früher in der Landwirtschaft und angrenzenden Bereichen verwendet wurden, dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Unsere Aufgabe ist es, die heranwachsende Generation für unser Hobby zu begeistern, damit auch sie ihr Wissen wieder weitergeben können."

Wichtige Bindeglieder sind "Der Schlepperfreund", die professionell gestaltete Vereinszeitschrift und das Internet. Dort stehen auch die Termine der zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten der Bulldog- und Schlepperszene. Sie werden zusammengetragen während der jährlichen Arbeitssitzung des Bundesverbands Historische Landtechnik Deutschland (BHLD), vormals IG Hammelburg. Sprecher ist Alfred Vogel, der 1. Vorstand der BuSF. Er weist darauf hin: "Wir stellen diese Terminliste allen einschlägigen Medien kostenlos für die Veröffentlichung zur Verfügung."

Höhepunkt im Vereinsjahr 2010 ist das große Bulldog- und Schleppertreffen am 31. Juli und 1. August. Es steht unter dem Motto "20 Jahre Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V.". Veranstaltungsort ist der Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht in Vaihingen/Enz, Walter-de-Pay-Straße 26. "Wir rechnen mit zirka 500 Oldtimer-Traktoren. An beiden Tagen können die Besucher historische Landtechnik hautnah erleben", verspricht Alfred Vogel und hofft, "dass wir bei unserem Jubiläumstreffen viele neue Mitglieder gewinnen".

Der Beitrag für Einzelmitglieder beträgt € 35,- pro Jahr. Für Jugendliche bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres ist eine Jugendmitgliedschaft für € 25,- möglich. Die Familienmitgliedschaft beträgt € 45,- pro Jahr. Darin enthalten ist die kostenlose Zusendung der Vereinszeitschrift "Der Schlepperfreund" (4 Ausgaben pro Jahr) mit Insiderdetails zu Technik- und Firmengeschichten, Berichten über Restaurierungsarbeiten oder erlebnisreiche Schleppertreffen, allen Veranstaltungsterminen der Szene und einer Fülle von Kleinanzeigen.

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Hilfe zur Selbsthilfe:
Umfassende Technikberatung und Schrauberkurse, bei denen es zur Sache geht

Der Umgang mit historischer Landtechnik erfordert viel technischen Sachverstand. Was tun, wenn der geliebte Oldie streikt und keinen Mucks mehr macht? Elektronische Diagnosegeräte nützen da nicht viel und Reparaturwerkstätten alten Schlags gibt es kaum noch. Da ist "Do it yourself" angesagt.

Hier bietet der Verein der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. einen einmaligen Service für seine Mitglieder. In jeder Ausgabe der Vereinszeitschrift "Der Schlepperfreund" wird eine Liste mit Namen und Anschrift von etwa 40 Typenreferenten veröffentlicht. Sie helfen weiter bei Fragen und Problemen zur Technik an Oldtimer-Traktoren und geben Hinweise zur Beschaffung von Ersatzteilen. Diesen fachmännischen Rat gibt es für viele Marken.

Besonders gefragt sind die "Schrauberkurse", die der Verein seit jeher anbietet. Dabei vermitteln versierte Referenten ihren Schlepperfreund-Kollegen ein solides Grundlagenwissen, damit sie an ihre Oldtimer auch selbst Hand anlegen können. Bei den Schrauberkursen geht es richtig zur Sache. Zum Beispiel, wenn die Kursteilnehmer einen Schleppermotor zerlegen, reparieren und wieder montieren müssen, aber auch, wenn es um die Überholung von Zylinderköpfen geht, um Einspritzpumpen, Bremsen, Lichtmaschinen, Anlasser, die Fahrzeugelektrik oder Blechbearbeitung.

Die Kurse kommen bei den Vereinsmitgliedern sehr gut an und sind schnell ausgebucht. "Die Nachfrage ist oftmals so groß, dass wir eine Wiederholung anbieten. Wir versuchen auch immer, den einen oder anderen ‚alten Hasen’ dabei zu haben, denn von ihnen kann man so manchen einfachen wie auch trickreichen Kniff lernen" sagt Bernd Dietrich, der die Schrauberkurse koordiniert. Das Kursangebot lässt sich aber nur durchhalten, weil engagierte Vereinsmitglieder bereit sind, den geeigneten Platz zur Verfügung zu stellen, das nötige Material mitzubringen oder selbst als Referent aufzutreten. Schrauberkurse und Typenreferenten – beides sind eindrucksvolle Beispiele für die Hilfe zur Selbsthilfe.

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 Technikkurse
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Starker Auftritt:
Die Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e. V. im Internet

http://www.busf.de - so lautet die Internet-Adresse des Vereins der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. (BuSF). Für einen starken Auftritt im World Wide Web sorgt Dr. Holger Berg, der langjährige 2. Vorsitzende des Vereins. Wer durch die Seiten blättert, erfährt praktisch alles über den Verein: Gründung, Vereinschronik, Vereinsziele, Mitgliedschaft, Kontakte, Jugendarbeit, Technikkurse, Terminkalender, Gästebuch, Online-Forum, Fan-Artikel sind die Stichworte. Berichte aus der Vereinszeitschrift "Der Schlepperfreund" zeigen, mit welchen Themen sich die Schlepperfreunde in ihrer Freizeit beschäftigen, wie vielseitig und spannend ihr Hobby ist. Es gibt Links zu anderen Vereinen und zu einer Datenbank mit Motordaten, die laufend erweitert wird. Es lohnt sich, reinzuschauen: http://www.busf.de

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